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Österreich

Online-Buchhaltung in Österreich – Programme, Regeln und Besonderheiten

Veröffentlicht am 08.09.2026 · 7 Min. Lesezeit · Redaktion

Österreichische Unternehmer tun sich mit „deutschen" Buchhaltungsprogrammen manchmal schwer: Fristen, Formulare und Fachbegriffe unterscheiden sich. Wir zeigen, was wirklich österreichspezifisch ist und welche Online-Anbieter die AT-Anforderungen sauber abdecken.

Was in Österreich anders ist

  • Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) monatlich/quartalsweise an die Finanzamtsösterreich (finanzonline.at) – nicht ELSTER
  • CASHonline-Registrierung für Kassen (RKSV – Registrierkassensicherheitsverordnung): Kassen müssen registriert und signiert sein
  • Steuerformulare über FinanzOnline und BMF-Formulare, nicht über ELSTER
  • Buchführungspflicht: Aufzeichnungspflichtig ab 400.000 € Umsatz (netto), sonst EÜ 7a
  • Geltung der GoBD: Nein – aber vergleichbare Aufzeichnungspflichten nach BAO § 132

Diese Unterschiede kann keine deutsche Standardsoftware „mal eben" lösen – das Programm muss AT-Formulare und Fristen konkret unterstützen.

Anbieter, die für Österreich arbeiten

  • Kontolino (ab 20 €/Monat): österreichischer Anbieter, AT-spezifische Fristen und UVA-Unterstützung, deutschsprachiger Support aus Wien
  • Qonto / Finom: Geschäftskonto mit integrierter Buchhaltungsschnittstelle, AT-tauglich, Belege & Meldestatus
  • Lexware Office: AT-Version „Lexware Office" für Österreich verfügbar (separates Produkt)
  • sevdesk: Österreich-Fassung mit AT-Anpassungen (UVA, Kassenbuch nach RKSV)
  • Zoho Books: international breit aufgestellt, inkl. AT-Steuerprofilen

In unserem Anbieter-Vergleich filtern Sie direkt nach Land „Österreich" – dort stehen nur Anbieter, die AT-relevant agieren.

Checkliste für AT-Unternehmer

  1. RKSV/CASHonline: Betreiben Sie eine Registrierkasse? Dann braucht sie Registrierung + Signatureinrichtung. Manche Online-Programme bieten „Kasse" als Modul – prüfen Sie die RKSV-Konformität.
  2. UVA-Fristen: UVA monatlich (bis 15. des Folgemonats) bzw. quartalsweise, je nach Vorjahresumsatz. Programm sollte Erinnerungen setzen.
  3. Vorsteuer-Abzugsfähigkeit: Auch in AT ist ein sauberes Eingangsrechnungs-Archiv Pflicht.
  4. Kategorie-Logik: AT nutzt andere Umsatzsteuersätze (20/10/13 %) und teilweise andere Belegklassen – die Software muss die Sätze korrekt unterstützen.

Welches Tool für wen?

  • Einzelunternehmer/Freiberufler: Kontolino (AT-Heimvorteil) oder Lexware Office AT
  • Shops mit EU-Vertrieb: Zoho Books (OSS-Support) oder sevdesk
  • GmbH in Österreich: Kanzlei-Buchhaltung ist verbreiteter; für Eigenbuchung Kontolino oder Qonto mit Buchhaltungsmodul

Fazit

Österreichische Buchhaltung ist kein DE-Fork, sondern ein eigenes Regelwerk. Wählen Sie Software, die UVA, RKSV und AT-Steuersätze konkret unterstützt – nicht nur die Sprache übersetzt. Im Vergleich nach Land Österreich finden Sie die zertifizierten Kandidaten; Details zu Fristen und Pflichten im Ratgeber.

Stand: September 2026. Keine Steuerberatung – für BAO-Fragen wenden Sie sich an Ihre Kanzlei.

Empfohlene Anbieter

Kontolino!
★★★★★ 4,0

Österreichische Cloud-Buchhaltung mit UVA (FinanzOnline), EÜR und doppelten Buchführungsoption.…

Qonto
★★★★★ 4,3

Business-Girokonto mit integrierter Buchhaltung: Rechnungen, Belegerfassung, EÜR und Export zum Steuerberater.…

Lexware Office
★★★★★ 4,3

Marktführer aus Deutschland mit großem Funktionsumfang: Rechnungen, EÜR, doppelte Buchführung und viele Integrationen.…

sevDesk
★★★★★ 4,4

Stark bei Rechnungen und Fakturierung mit sauberer EÜR und doppelter Buchführung, sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.…

Zoho Books
★★★★★ 4,1

Internationale ERP-ähnliche Buchhaltung mit riesigem Funktionsumfang und sehr fairen Preisen (free bis 50.000 USD Umsatz/Jahr).…

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